Social Media automatisieren: was du vorher wissen musst

social-media-automatisierenDu hast gehört, du musst überall sein und deine Botschaften in vielen sozialen Netzwerken teilen. Nicht umsonst gibt es Social Media Automatisierungstools wie Hootsuite und Buffer, die dir dabei helfen, deine Beiträge mit einem Klick auf vielen Netzwerken zu teilen.

Social Media automatisieren ist so einfach und verlockend schnell.

Du teilst einfach deine Beiträge über Hootsuite oder Buffer und musst dich nie wieder bei Twitter, Xing, Linkedin, Google+ oder Facebook einloggen.

Wenn das Teilen eines Beitrags auf sieben Netzwerken genauso schnell geht wie auf einem, dann solltest du die Chance doch nutzen, oder?

Nicht unbedingt! Lies weiter.

Viel hilft nicht viel

Einfach nur Netzwerke mit Beiträgen zu befeuern ohne dort aktiv zu sein, bringt nichts.

Das ist so, als würdest du mit jemandem eine Unterhaltung führen, indem du alle 5 Minuten genau einen Satz sagst, der völlig aus dem Zusammenhang gerissen ist. Und zwischendrin schweigst.

Statt bei sozialen Netzwerken auf “viel hilft viel” zu setzen, solltest du lieber auf wenigen Netzwerken intensiv präsent sein.

#Social Media: Du musst nicht überall sein. Du musst präsent sein. Weniger ist mehr! via @SandraHolze Klick für Tweet

Warum Social Media automatisieren allein nichts bringt

Warum dir Social Media Automatisierung allein nichts bringt, zeigt meine eigene Auswertung sehr gut.

Klar, als Social Media Profi dachte ich, ich selbst müsste auf JEDEM Netzwerk unterwegs sein. Du weißt schon, der Schuster und seine Leisten.

Schnell habe ich gemerkt, dass Facebook und Twitter mir am besten liegen und weil ich hier viel Spaß hatte, war ich hier von Anfang an am aktivsten.

Auf Linkedin und Xing hingegen teile ich einfach meine Beiträge über Hootsuite oder Buffer, ohne mich regelmäßig dort einzuloggen, in Gruppen aktiv zu sein oder Leute anzusprechen. Auf Google+ bin ich nur spärlich unterwegs.

Meine Auswertung zeigt sehr deutlich, wo ich aktiv bin und wo ich nur automatisierte Inhalte teile: Von Linkedin und Xing kommen kaum oder gar keine Webseitenbesucher, von Google+ nur wenige mehr.

social media automatisieren

Wenn du denkst, das automatisierte Teilen deiner Beiträge reicht aus, dich bekannter zu machen und Webseitenbesucher zu gewinnen, muss ich dich enttäuschen. Ganz im Gegenteil kann automatisiertes Posten auf Netzwerken sogar deinem Ruf schaden.

Wie du deine Social Media Posts automatisierst, zeige ich dir jetzt.

Der richtige Weg Social Media zu automatisieren

Versteh mich nicht falsch, Social Media zu automatisieren ist großartig. Wenn du noch nicht ganz sicher bist, ob du mit einem Social Media Automatisierungstool arbeiten solltest, sind hier die Vorteile:

  1. Du sparst Zeit, wenn du Beiträge im Voraus erstellst und im besten Falle am Stück. Denn es macht zeitlich kaum einen Unterschied, ob du dir ein Zitat oder 4 überlegst. Und weil du schon im Brainstorming-Modus bist, wirst du viel mehr Ideen bekommen, als wenn du täglich aufs Neue überlegst, was du teilen sollst.
  2. Du denkst strategischer, wenn du im Voraus planst. Dein nächstes Seminar steht an? Dann überlege dir thematisch passende Beiträge und plane diese für die Tage und Wochen vorher ein.
  3. Automatisieren hilft dir dran zu bleiben. Wenn du zum Beispiel wöchentlich oder 14-tägig deine Social Media Beiträge planst, hast du das Thema erledigt. Das erspart dir den Stress, unter Zeitdruck täglich aufs Neue eine tolle Idee zu entwickeln.

1. Verstehe, wann Automatisierung ok ist

Automatisiere das Teilen fremder Inhalte

Teil deiner Social Media Strategie sollte das Teilen großartiger fremder Inhalte sein, wie Blog-Artikel, Facebook-Beiträge oder Tweets von anderen. Damit tust du deinen Fans einen Gefallen, weil du wertvolle Inhalte lieferst. Und die entgegengebrachte Wertschätzung macht die Urheber der Inhalte auf dich aufmerksam.

Um dir die Arbeit zu erleichtern, kannst du mit Feedly oder jedem anderen Feed-Reader Blogs abonnieren. Dann musst du nicht mehr jeden einzelnen Blog besuchen sondern sieht auf einen Blick an einer Stelle, welche neuen Artikel veröffentlicht wurden.

Automatisiere eigene Social Media Beiträge

Das sind deine Blog-Beiträge, Gedanken, Zitate, Tipps und andere Inhalte. Diese kannst und solltest du unbedingt automatisieren, weil du damit sehr viel Zeit spart. Achte darauf, dass diese “immergrün” und zeitlos sind.

Neue Blog-Beiträge kannst du über einen RSS-Feed automatisch via Hootsuite oder Buffer teilen.

RSS Feed für deine Blog-Artikel bei Hootsuite anlegen

RSS Feed für deine Blog-Artikel bei Hootsuite anlegen

Damit deine Blog-Artikel von möglichst vielen Leuten gesehen werden, willst du sie nach Veröffentlichung mehrfach teilen. Auch das kannst du automatisieren. Überlege dir 3 bis 5 verschiedene Beiträge für deine Netzwerke und plane diese im Voraus. Wichtig ist, dass du den Text variierst, damit du deine Fans nicht nervst.

Mit dem WordPress-Plugin Coschedule kannst du gleich unter dem Artikel die Social Media Beiträge einstellen und Versandzeiten automatisieren.Hier findest du eine Anleitung zum Automatisieren mit Coschedule und Ideen für Blog-Post-Variationen.

Führe Gespräche in Echtzeit

Menschliche Interaktion lässt sich nicht automatisieren. Erst wenn du wirklich präsent bist, statt einfach deine Inhalte rauszuhauen, wirst du Erfolge sehen. Niemand will mit einem Roboter befreundet sein.

Anwesenheit und Präsenz ist der einzige Weg, um mehr Fans, Follower und Webseiten-Besucher zu gewinnen.

Sei die nette Person, die du bist und erledige täglich die folgenden Dinge:

  • Teile anderer Leute Beiträge oder retweete sie. Erwähne die Leute oder tagge Facebook-Seiten, wenn du Inhalte teilst. Wenn du anderen Wertschätzung zeigst, werden auch deine Inhalte häufiger geteilt, was deinen Beiträgen wiederum mehr Reichweite bringt.
  • Beantworte Fragen und Kommentare und hilf weiter, wenn du kannst. So kannst du mit deinem Expertenwissen glänzen. Ganz nebenbei gewinnst du so neue Fans oder Follower.
  • Zettle aktiv Gespräche an mit Leuten, die du kennenlernen willst. (Das ist kein Dating-Tipp, ich meine Leute, die für dein Business interessant sind.) Das ist der schnellste Weg, um Kontakt zu Journalisten, Leuten deiner Branche, Meinungsführern und potenziellen Kunden aufzubauen.

Automatisiere Social Media und nutze die gesparte Zeit für mehr Interaktionen in Social Media. Klick für Tweet

2. Finde die beste Uhrzeit für deine Beiträge

Ausschlaggebend für den Erfolg deiner Social Media Posts ist neben dem Inhalt auch die Uhrzeit, zu der du teilst.

Auf Hootsuite wählst du einfach nur die Tage aus und die Anzahl der Posts/Tweets pro Tag. Nutze die Hootsuite Autoplanung und die App wird automatisch die beste Uhrzeit auswählen.

hootsuite automatisierung

Auf Buffer kannst du unter Schedule mit dem Optimal Timing Tool die besten Uhrzeiten herausfinden.

buffer beste uhrzeit

Ein weiterer Tipp ist das Tool Tweriod, das dir verrät, wann deine Follower online sind und wann die meiste Interaktion stattfindet.

tweriod

Für Facebook empfehle ich dir Fanpagekarma für das Finden der besten Tage und Uhrzeiten. Klicke hier für die Fanpagekarma-Anleitung

3. Entscheide dich für ein Social Media Automatisierungstool

Hootsuite ist zwar auf den ersten Blick etwas komplex aber lass dich davon nicht abschrecken. Das Tool ermöglicht dir nicht nur das Vorausplanen deiner Social Media Posts. Hier siehst du auch alle Erwähnungen, Retweets und andere Interaktionen, die in deinen Netzwerken stattfinden. Damit wird das In-Kontakt-Bleiben wirklich einfach, denn dir entgeht kein Gespräch mehr.

Im Dashboard siehst du alle Beiträge und Interaktionen auf einen Blick

Im Hootsuite Dashboard siehst du alle Beiträge und Interaktionen auf einen Blick

Buffer ist sehr übersichtlich aufgebaut und macht das Vorausplanen von Inhalten supereinfach. Du legst einfach Versandzeiten fest und dann füllst du deine “Queue” mit psannenden Inhalten. Allerdings siehst du hier nicht die Reaktionen in den Netzwerken. Du musst also dann immer noch zu Twitter oder Facebook gehen, um Interaktionen zu sehen.

buffer

In Buffer erstellst du eine Queue mit Posts für jedes Netzwerk

Edgar funktioniert wie Buffer: Du legst einen Versandplan fest und erstellst Inhalte. Das Tolle an Edgar: Deine Beiträge werden gespeichert und zukünftig wieder geteilt. Hier findest du alles Wissenswerte zu Edgar.

Wenn du gerade erst loslegst, ist dir Edgar vielleicht zu teuer. Hootsuite und Buffer kannst du bis zu einer bestimmten Anzahl von Netzwerken sogar gratis nutzen. Es gibt viele andere Automatisierungstools. Wähle einfach eins aus, mit dem du dich wohlfühlst.

4. Vermeide diese Fehler beim Automatisieren von Social Media Beiträgen

Hier sind ein paar übliche Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest beim Automatisieren deiner Social Media Posts.

Dasselbe Format für alle Netzwerke

Gary Vaynerchuck: Content is King, Context is God.

Damit meint er: Der Kontext, also das jeweilige Netzwerk, beeinflusst, welche Inhalte gut ankommen.

Ich meine, du musst gar nicht völlig verschiedene Botschaften für jedes Netzwerk entwerfen. Du solltest deinen jeweiligen Beitrag jedoch im Format an das Netzwerk anpassen.

  • Auf Twitter musst du dich kurzhalten (140 Zeichen) und gelegentliche Hashtags sind ok.
  • Facebook-Beiträge können lang oder kurz sein und sollten möglichst unterhaltsam sein (am besten mit Foto oder Video). Hashtags werden hier nicht verstanden.
  • Auf Google+ laufen lange, informative Beiträge gut.
  • Auf Instagram punktest du mit schönen Fotos und der Text ist Nebensache. Viele Hashtags helfen dir, gefunden zu werden und sind völlig akzeptiert.

Zu lang in die Zukunft geplant

Wenn du zu lange im Voraus planst, riskierst du, dass deine Inhalte nicht mehr relevant sind.

  • Das passiert zum Beispiel mit saisonalen Inhalten (Tipps gegen den Winterspeck im September?).
    Auch kann sich deine Botschaft oder dein Schwerpunkt ändern und deine Beiträge spiegeln das nicht mehr wieder.
  • Oder wichtige aktuelle Ereignisse kollidieren mit deinen geplanten Beiträgen und lassen dich dann eher peinlich aussehen.

Deshalb solltest du am besten auf immergrüne Beiträge setzen und immer wieder checken, ob geplante Beiträge noch deinem heutigen Standard entsprechen. Das ist vor allem wichtig, wenn du Edgar nutzt, weil die Beiträge hier gespeichert werden und immer wieder geteilt werden.

Fazit: Social Media Beiträge automatisieren und Dialoge in Echtzeit führen

Nichts spricht dagegen Social Media zu automatisieren. Befeuere nur die Netzwerke mit deinen Inhalten auf denen du auch planst, aktiv zu netzwerken. Nutze die gesparte Zeit dafür, echte Dialoge zu führen und auf Fragen, Kommentare und Retweets zu antworten.

Sei einmal täglich aktiv in den sozialen Netzwerken deiner Wahl und hab Spaß dabei! Wenn du nachhaltige Beziehungen aufbauen willst, kommst du um diesen Schritt nicht herum.

Wie sieht dein idealer Ablauf zum Automatisieren von Social Media Posts aus? Teile deinen Tipp im Kommentar!

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About Sandra Holze

Sandra Holze ist Social Media Marketing Expertin und Inhaberin von Likes Media. In ihren Online-Kursen lernen Unternehmer und Selbstständige, wie sie mit Facebook, Blog und Email-Marketing neue Kunden gewinnen.

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Kommentare

  1. GENAU: „Das ist so, als würdest du mit jemandem eine Unterhaltung führen, indem du alle 5 Minuten genau einen Satz sagst, der völlig aus dem Zusammenhang gerissen ist. Und zwischendrin schweigst.“ Gut gesagt – darum automatisiere ich nicht (oder kaum). Ich glaube, wegen all der richtigen, coolen und wichtigen Technisierung der (Business/Kontakt-)Welt ist das Persönliche ein neuer Wert.

  2. Frank sagt:

    Liebe Sandra,

    vielen Dank für deinen interessanten Artikel. Du greifst ein Thema auf, welches mich sehr interessiert und nun sind viele Fragen direkt geklärt!
    Ich habe im Zusammenhang des automatischen Postens auf Facebook schon oft gehört, dass diese Postings weniger gut von FB angezeigt werden. Weil FB möchte, dass der Nutzer direkt auf FB seine Inhalte eingibt und shared – und sich damit auch direkt mit FB beschäftigt und von Werbung ‚getroffen‘ werden kann.
    Auch kenne ich Nutzer, die Apps wie Buffer und Co gesperrt haben und solche Inhalte nicht angezeigt bekommen. Denn es gibt da draußen Kameraden, die es mit automatischen Teilen gerne übertreiben.
    Wie siehst du das?

    Liebe Grüße, Frank

  3. Sebastian sagt:

    Danke für deinen Beitrag…

    Leider finde ich keinen Zeitstempel in deinem Beitrag, so kann ich nur sagen, dass ich schon einmal die erste Grafik gesehen habe mit der Aufzählung der Social Media Kanäle und der Anwesenheit…

    Ich stimme dir in vielem zu, jedoch habe ich persönlich Probleme damit fremde thematisch passende fremde Beiträge zu teilen! Nicht weil ich die nicht kenne oder finde, sondern weil ich mir dann meine Geschäftsidee kaputt mache… Oder weil ich Mitbewerbern/Konkurrenten/Menschen ohne Rechtsverständnis einfach zeige was ich wie mache und noch mehr Nachahmer selber Züchter, die auf Urheberrechtsverletzung und Ideenklau stehen…

    Meine Frau gestaltet Produkte in Handarbeit… Mit Ablaufoptimierung, guten Hilfsmitteln und gutem Einkauf kann man sicherlich dort einiges erreichen… Aber warum sollte ich Bastelanleitung zeigen? Warum sollte ich Maschinen und Hilfsmittel zeigen? Usw.

    Man lebt von den Ideen oder den Verbesserungen die man aus anderen Produkten entwickelt…

    Ich würde mir eine plausible Antwort wünschen…

    Danke Sebastian

Trackbacks

  1. […] Likes Media: Social Media automatisieren: was du vorher wissen musst […]

  2. […] Bedenke aber beim automatischen Teilen, dass du deinen Inhalt nicht auf jedem Netzwerk in derselben Form präsentieren kannst, und passe deinen Begleittext an das jeweilige Netzwerk an. Dass man zum Beispiel keine automatischen „Danke fürs Folgen“-Nachrichten bei Twitter machen sollte, die mit der Bitte schließen, die Facebook-Seite zu liken oder auch auf anderen sozialen Netzwerken zu folgen, versteht sich eigentlich von selbst. Leider ist es trotzdem gängige Praxis. Du kannst gerne automatisieren, um dir deine Arbeit zu erleichtern – aber richtige Interaktionen sollten stets persönlich und in Echtzeit laufen! Weitere Informationen zum Thema „Social Media automatisieren“ erhältst du in diesem Artikel von Sandra Holze. […]

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