Wie Sie schnell Social Media Inhalte finden

Wenn Sie auf Twitter und Facebook erfolgreich sein wollen, brauchen Sie jede Menge Inhalte. Aber keine Angst, Sie müssen nicht anfangen, täglich zu bloggen oder sich Unternehmens-Nachrichten auszudenken. Auch mit dem Teilen fremder Inhalte können Sie hervorragend Ihren Expertenstatus aufbauen. Das nennst sich Content-Curation.

Content-Kuration ist das Sammeln, Ordnen und Teilen von Inhalten, die aus Webseiten, Blogs und Artikeln gewonnen werden, für bestimmte Zielgruppen.

In diesem kurzen Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie Ihre ganz persönliche Content-Fundgrube einrichten, in der Sie schnell und einfach täglich die besten Inhalte für Ihre Tweets und Facebookbeiträge finden.

Hierfür empfehle ich Ihnen Feedly. Das ist ein gratis Tool, mit dem Sie sich Ihre maßgeschneiderte Content-Fundgrube aus Blogartikeln und News erstellen. Wenn Sie sich jetzt wundern: Ja, in der Vergangenheit habe ich den Google Reader empfohlen. Leider wird dieser zum Juli eingestellt. Obwohl ich großer Google-Fan bin, muss ich zugeben, dass Feedly dem Reader nicht nur das Wasser reicht, sondern dabei auch noch schöner aussieht.

Melden Sie sich zuerst bei Feedly an. Die Nutzung ist kostenlos.

1) Klicken Sie „Add Content“ oder klicken Sie rechts auf das Suchsymbol. Dann geben Sie Ihren Suchbegriff ein.

2) Jetzt werden Ihnen hier Inhalte vorgeschlagen, die Sie abonnieren können.

 

3) Fügen Sie die Inhalte über das “+” Zeichen hinzu. Jetzt haben Sie noch die Möglichkeit, die Quellen in verschiedene Ordner zu packen. Das macht Sinn, wenn Sie verschiedene Themen verfolgen wollen.

4) Um noch mehr Ergebnisse zu erhalten, können Sie die Blogsuche in Google nutzen. Unter „Mehr“ finden Sie die Suche nach Blogs. Also geben Sie einfach Ihren Suchbegriff ein und klicken Sie dann auf „Blogs“.

 

5) Die Blogs, die Sie bei der Googlesuche finden können Sie über die URL bei Feedly hinzu fügen. Hierfür die Webadresse kopieren und unter „Add Content“ einfügen. Dann findet Feedly den Blog.

Nächste Schritte

  1. Abonnieren Sie 20 verschiedene Quellen, damit Sie genügend Auswahl haben. Jetzt können Sie die Blogartikel direkt in Ihrem Feedly lesen und müssen nicht täglich 20 verschiedene Seiten besuchen.

Foto: Flickr – Cubosh

Cola und Akropolis: Social Media Marketing in fremder Kultur

Social Media sind oftmals auch dann ausgesprochen nützliche Plattformen, wenn man als deutscher Unternehmer ausländische Märkte anpeilt. In den meisten Ländern dieser Welt spielen sie mittlerweile eine bedeutende Rolle in der digitalen Kommunikation, was sich fürs Marketing nutzen lässt.

 

Wer dabei allerdings mögliche Unterschiede zwischen seiner eigenen Kultur und der der Zielgruppe ignoriert, wer unsensibel gegenüber Tabus ist oder die fremde Sprache nicht perfekt beherrscht, kann der eigenen Marke oder seinem Unternehmensimage schnell Schaden zufügen.

 

Beispiele finden sich in anderen Varianten des Marketings zuhauf. Beim Social Media Marketing sollte man solche Fehler nicht wiederholen wie etwa den, den Coca Cola bereits in den 90ern Jahren gemacht hat.

 

Die Macht der Symbole

1992 brachte Coca Cola eine Anzeige heraus, in der die Säulen des Parthenons auf der Akropolis in Athen zu Colaflaschen geworden waren. Der Parthenon und die Akropolis sind vielen Griechen jedoch nahezu heilig, sodass die Werbung in Griechenland gar nicht gut ankam. Coca Cola musste die Anzeige zurückziehen und sich entschuldigen. Was das Beispiel aus den 90ern von heute unterscheidet? Große Social Media Netzwerke wie Facebook hatten ihre Geburtsstunde damals noch vor sich und sie beschleunigen heute die Geschwindigkeit, mit der sich Information, aber auch Empörung im Internet verbreitet.

 

Gleich geblieben ist allerdings, dass es in nahezu jedem Land Symbole gibt, mit denen man sehr vorsichtig umgehen sollte. Noch ein Beispiel? Nike ließ 2004 den US-Basketball-Star LeBron James in einem TV-Spot für China gegen einen Cartoon-Kung-Fu-Meister und Drachen antreten, die er beim Basketball alle ganz schön alt aussehen lässt. Das mag US-Amerikanern gefallen. Einer Reihe von Chinesen gefiel die Sache weniger gut und die chinesische Radio-, Film- und TV-Behörde verbot den Spot, weil er aus ihrer Sicht das chinesische Nationalgefühl verletzt.

 

Die Macht der Wörter

2012 löste die ehemalige deutsche Eiskunstläuferin Kati Witt als Jurorin einer Eistanzshow in Großbritannien einen Eklat aus. Die Empörung war groß, als sie eine Teilnehmerin dort als „big woman“ bezeichnete, was frei übersetzt soviel wie „dicke (oder auch böser: fette) Frau“ heißt. Gemeint hatte sie das Wort „tall“ (groß). Nicht missverstehen: Kati Witt spricht sicherlich prinzipiell gutes Englisch. Das Beispiel soll hier einfach zeigen, wie schnell man trotzdem zum falschen Wort greifen kann, wenn man sich in einer fremden Sprache bewegt. Und ein einziges falsch gesetztes Wort kann bisweilen ausreichen, um Empörung auszulösen. Das gilt in Eistanzshows. Und es gilt auf Social Media Plattformen, auf denen es dann gerne einmal zu den gefürchteten Shitstorms kommt.

 

Wie geht man mit all dem um?

Die bisherigen Beispiele zeigen, dass ein allzu unbedarfter Einstieg in Social Media Marketing für fremdsprachige Zielgruppen schnell problematisch wird, sodass die Maßnahmen meilenweit am beabsichtigten Ziel vorbeischießen. Möchte man das vermeiden, sollte man deshalb einige Regeln beherzigen:

 

Lernen Sie die Kultur kennen!
Diese Regel gilt bei einer Online- ebenso wie bei einer Offline-Expansion: Machen Sie sich mit dem kulturellen Umfeld vertraut, in dem Sie agieren werden. Das wird etwa durch interkulturelle Trainings möglich, mit denen man die Grundregeln einer fremden Kultur kennenlernt. Alleine reicht das aber noch nicht aus.

 

Muttersprachler und Kulturkenner suchen
Holen Sie sich jemand ins Team, der aus dem jeweiligen Kulturkreis stammt und die Sprache, in der Ihr Unternehmen beim Social Media Marketing kommunizieren wird, perfekt beherrscht.

 

Zudem sollte die jeweilige Person mit aktuellen Entwicklungen im jeweiligen Kulturkreis vertraut sein. Denken Sie daran, dass Kultur überall auf der Welt einem stetigen Wandel unterworfen ist und dass ein reines Bücherwissen über Kulturen veralten kann.

 

Werfen Sie einen Blick auf die Social Media Landschaft
Ohne ein bisschen Recherche sollten Sie auch nicht die Frage beantworten, welche Social Media Plattform Sie für Ihr Marketing nutzen. Nicht immer sind die in Deutschland bekanntesten Vertreter der Social Media Plattformen wie Facebook die beste Wahl. In Ländern wie Russland und China sind andere Plattformen die Platzhirsche. Zudem gilt:

 

Je nach eigener Zielgruppe sind es keineswegs die größten Netzwerke, die am besten fürs eigene Social Media Marketing geeignet sind. Wer etwa B2B Marketing betreiben möchte, ist vielleicht vielerorts auf LinkedIn besser als auf Facebook aufgehoben. Gute erste Anlaufstationen für die Recherche können beispielsweise die Social Media Weltkarte und die Daten auf dem Blog Vincos.it von Vincenzo Cosenza sowie der Brand Report 1 | 2012 der Brand Value Rating Agency und der Hochschule für Wirtschaft Zürich sein, der die wertvollsten Social Media Marken 2012 vorstellt, unter anderem Marken, die in Deutschland nahezu unbekannt sind.

 

Fazit

Letztendlich lautet die Grundregel: Halten Sie nichts für ein unfehlbares Erfolgsrezept, was sich vielleicht beim Social Media Marketing für deutsche Zielgruppen bewährt hat. Humorvolles, das bei einer deutschen Zielgruppe ankommt, gilt bei der fremdsprachigen Zielgruppe vielleicht gar nicht als humorvoll. Ästhetisches wird vielleicht anderswo als nicht ästhetisch empfunden und was eventuell in Deutschland akzeptierte Provokation ist, gilt vielleicht anderswo als unverzeihlicher Tabubruch.

Email-Newsletter: Am Ball bleiben trotz Zeitmangel

Wenn mangelnde Zeit einer der Gründe ist, weshalb Sie keinen Newsletter verschicken, dann gibt es ein paar Tricks, wie Sie trotzdem regelmäßig am Ball bleiben.

Zum Beispiel können Sie einfach Ihre Blogartikel im Newsletter versenden. Hier gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Entweder versenden Sie den kompletten Artikel per Email.
  2. Oder Sie nutzen nur Ausschnitte und linken zurück auf Ihren Blog. Dies hat den Vorteil, dass Sie den Traffic auf Ihrem Blog erhöhen.

Die Blog-zu-Newsletter-Methode hat Vor- und Nachteile: Als Leser frage ich mich natürlich, warum ich Ihren Blog überhaupt noch besuchen soll, wenn ich alle Inhalte auch per Email bekomme. Die Besucherzahlen Ihres Blogs könnten also darunter leiden.

Andererseits lesen viele Menschen lieber Email als Blogartikel und würden ohne Ihren Newsletter viele tolle Inhalte verpassen.

Ob Sie nun eigenständige Themen im Newsletter verschicken, oder Blogartikel liegt letztlich bei Ihnen. Ich mische das Ganze und verschicke hin und wieder Links zu meinen Blogartikeln, wenn ich der Meinung bin, der Artikel sollte auf keinen Fall verpasst werden.

Bei ganz wichtigen Ankündigungen zu Ihrem Unternehmen, neuen Produkten, Workshops etc. sollten Sie ohnehin auf allen Kanälen kommunizieren, sei es Blog, Webseite, Newsletter oder Facebook.

Wie halten Sie es mit der Themenplanung? Versenden Sie in Ihrem Newsletter ausschließlich exklusive Inhalte?

Email-Newsletter Serie #4: So ist’s Recht und Double-Opt-in

Bevor Sie anfangen, Ihren Email-Newsletter zu verschicken, müssen Sie wissen, wem Sie überhaupt Emails schicken dürfen, damit Ihr Newsletter nicht zum rechtswidrigen Spam wird. Denn das würde nicht nur potentielle Kunden verärgern, sondern könnte Sie mit Anwaltskosten wegen Abmahnungen teuer zu stehen kommen.

 

Erlaubnis zum Newsletter-Versand: Double-Opt-in

Grundsätzlich müssen Sie Email-Empfänger vor Versand Ihres Newsletters um Erlaubnis bitten. Einzige Ausnahme sind Bestandskunden. Für das Einholen der Erlaubnis müssen Sie das Double-Opt-in Verfahren nutzen. Der Empfänger gibt seine Erlaubnis (Opt-in) durch Setzen eines Häkchens (auf Webseiten) oder durch seine Unterschrift (offline).

Beim Double-Opt-in muss der Empfänger 2x zustimmen. Zuerst füllt er das Feld mit seiner Emailadresse aus und klickt auf “Senden”, “Anmelden” oder ähnliches. Dann bekommt er eine Email mit Anmeldelink. Erst nach Klicken des Aktivierungslinks ist seine Anmeldung zum Newsletter gültig. Da nur die Person Zugang zu ihrer Email hat, wird sichergestellt, dass sie sich tatsächlich in den Verteiler eingetragen hat.

Das Einholen der Erlaubnis über Double-Opt-in gilt sowohl im B2B als auch im B2C-Geschäft, also für Privatkunden genauso wie Geschäftskunden und Firmen-Emailadressen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass im B2B-Umfeld für die Zusendung von E-Mails kein Werbeeinverständnis erforderlich sein muss.

Für weiterführende Informationen kann ich Ihnen den Blog Datenschutzbeauftragter empfehlen.

 

Wen Sie anschreiben dürfen

Bestandskunden

Ihren Kunden dürfen Sie Ihren Email-Newsletter schicken, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, also ohne ein Double-Opt-in  (§ 7 Abs. 3 UWG). Dafür müssen Sie folgende 4 Punkte beachten:

  1. Die Email-Adresse des Kunden stammt aus dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung.
  2. Sie dürfen nur eigene Produkte bewerben, die dem gekauften ähnlich sind. Upselling ist auch erlaubt.
  3. Sie müssen Ihren Kunden bei Eingabe seiner Email auf sein Widerspruchsrecht hinweisen. Sie müssen in jeder Email einen Abmeldelink anbieten. Vor Ergebung der Daten sollten Kunden auf folgenden Satz hingewiesen werden: “Die Verwendung Ihrer Daten für eigene werbliche Zwecke für ähnliche Waren und Dienstleistungen ist nicht ausgeschlossen. Sie können dieser Verwendung jederzeit widersprechen, ohne dass für den Widerspruch andere als Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.” Ein Hinweis in Ihren AGB reicht nicht aus.
  4. Kunden, die sich abgemeldet haben, müssen Sie aus Ihrem Newsletter-Verteiler entfernen.

Double-Opt-In über die eigene Webseite

Empfänger haben sich per Double-Opt-In Verfahren über Ihre Webseite oder Ihren Blog angemeldet. Um die Anmeldung zu beweisen, ist ein Anmeldedatum vorhanden. Das Datum wird automatisch gespeichert, wenn Sie mit einem Email-Provider, wie Cleverreach, arbeiten.

Anmeldung per Offline Formular

Die Empfänger haben offline ein Formular ausgefüllt und der Zusendung von E-Mails explizit zugestimmt. Wenn Sie Vorträge halten, können Sie eine Teilnehmerliste auslegen, in der Sie ein extra Feld für Newsletteranmeldungen anlegen. Der Anmeldewunsch wird mit einer Unterschrift betätigt. Das Dokument sollten Sie als Beweis unbedingt aufheben.

Gewinnspiel

Die Empfänger haben sich über ein Gewinnspiel angemeldet haben. Sie wurden bei der Anmeldung klar und deutlich mit Anschrift als Sponsor dieses Gewinnspiels genannt und der Teilnehmer wurde auf den Versand von E-Mails hingewiesen. Bei solchen Gewinnspielen dürfen nicht mehr als 10 Sponsoren teilgenommen haben.

Kontakt per Visitenkarte

Die Empfänger haben Ihnen eine Visitenkarte überreicht und explizit die Zusendung von E-Mail erwünscht! Einfach nur Visitenkarten auf einer Networking-Veranstaltung austauschen gilt nicht! Der Wunsch muss formuliert werden. Leider wird dieser Punkt oft ignoriert. Als Beweis müssen Sie die Visitenkarte und eine schriftliche Einverständniserklärung aufheben.

Jede Ihrer Emails muss ein Impressum und einen Abmeldelink enthalten.

 

Welche Adressen Sie nicht anschreiben dürfen

Single-Opt-In

Empfänger haben sich über ein Formular auf Ihrer Webseite angemeldet. Sie haben keine Email mit Bestätigungslink verschickt. Diese Daten dürfen Sie nicht verwenden, weil jeder jeden gegen seinen Wunsch eintragen kann. Einige meiner Kunden haben in der Vergangenheit mit Single-Opt-in gearbeitet. Um dieses Dilemma zu umgehen, können Sie allen Empfängern einmal eine Email schicken (ok, das ist nicht ganz erlaubt) und bitten, sich erneut anzumelden, damit alles rechtens ist. Dafür können Sie die Empfänger auf Ihre Webseite mit neuem Double-Opt-in Anmeldeformular schicken (am besten eine Landingpage ohne Ablenkung). Bei diesem Verfahren wird sich Ihre Liste von selbst bereinigen und übrig bleiben nur die Leute, die wirklich interessiert sind.

Gekaufte E-Mail Adressen

E-Mail Adressen, die Sie bei einer Firma gekauft haben, sind nicht gestattet und dürfen NICHT angeschrieben werden, weil Sie kein Einverständnis für die Zusendung von E-Mails erhalten haben. Von der rechtlichen Seite mal abgesehen, macht der Einkauf von Emails keinen Sinn. Denn solche Personen, die freiwillig in Ihren Newsletter einstimmen, werden viel eher zu Kunden und Empfehlungsgebern, als solche, die überhaupt nicht wissen, wer Sie sind.

Aus dem Internet kopierte E-Mail Adressen

E-Mail Adressen, die im Internet auf Webseiten als Kontaktmöglichkeit oder in öffentlichen Verzeichnissen dargestellt werden, sind nicht gestattet. Dazu gehören übrigens auch Ihre Xing-Kontakte. Der Austausch einer Email-Adresse über Xing bedeutet nicht die Einwilligung in einen Newsletter. Auch hier gilt: Die schnelle Verlockung auf Erfolg kann nach hinten los gehen und Ihren Namen für immer verbrennen.

Mündliche Erhebung

E-Mail Adressen, die Sie mündlich z. B. durch Telefongespräche erheben, dürfen Sie nicht anschreiben. Eine Einwilligung in den Newsletter-Versand muss schriftlich passieren.

Nächste Schritte

Wenn Sie regelmäßige Email-Newsletter verschicken, rate ich Ihnen dringend dazu, einen Email-Marketing-Anbieter zu nutzen. Denn der Versand hunderter Emails über Ihren eigenen Email-Server kann dazu führen, dass Sie als Spammer markiert werden. Das heißt, dass Ihre Emails bei Empfängern nur noch im Spam-Ordner landen, weil deren Email-Provider, wie Gmail, Web-Mail usw., Ihre Emails aussortieren. Zweitens haben Sie viel mehr Möglichkeiten der Gestaltung und Erfolgsmessung. Hierzu mehr im nächsten Teil der Serie.

Teil 1: Warum Email?

Teil 2: Spam vermeiden

Teil 3: Newsletter planen

Email-Newsletter Serie #3: Newsletter planen

Sie haben erkannt, dass Sie nicht länger auf einen Email-Newsletter verzichten wollen.

Bevor Sie sich in die Umsetzung stürzen, sollten Sie den Ablauf genauer durchdenken. Sonst laufen Sie Gefahr, der nächste Spammer in der Geschichte des Email-Marketings zu werden. Denn Sie möchten natürlich gleich in der ersten Email Ihr neues Produkt anpreisen. Richtig?

Falsch!

Sie müssen zuerst einmal eine Beziehung aufbauen zu Ihren Interessenten. Denken Sie einfach daran, wie es war, als Sie Ihre erste, zweite, dritte, 10. Verabredung hatten. Sie müssen sachte vorgehen und langsam Vertrauen aufbauen. Dann klappt’s auch mit der Hochzeit den Online-Verkäufen.

 

4 Schritte, wie Sie mit Emails eine Beziehung zu Interessenten aufbauen

 

1. Grund bieten

Damit sich Interessenten überhaupt für Ihren Newsletter anmelden, sollten Sie einen Grund anbieten. Bieten Sie dem Interessenten etwas an, dass interessant genug ist, auf ein erstes “Date” mit Ihnen auszugehen. Er oder sie investieren schließlich ihre Zeit in Sie.

Das Incentive oder der Köder kann Information, Unterhaltung, ein Gewinnspiel oder schlichtweg Geld, z.B. in Form eines Rabatts, sein. Oft werden Reports, Studien, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Listen (10 Tipps für einen schlanken Bauch) oder ähnliches zum Download angeboten.

2. Erlaubnis für weitere Kommunikation

Jetzt haben Sie die Aufmerksamkeit des Interessenten. Diese müssen Sie nutzen, um ihn über die Zeit über Ihr Angebot zu unterrichten. Mit jeder Email müssen Sie die Erlaubnis für weitere Kommunikation erlangen.

Dies gelangt, in dem alle Informationsangebote interessant, relevant und nützlich sind. Relevanz können Sie sicherstellen, indem Sie Ihre Inhalte genau planen und zum Beispiel eine Liste mit häufig auftretenden Fragen und Einwänden Ihrer Kunden führen. Solange Sie auf diese Frage eingehen, können Sie sicher sein, dass Ihre Emails relevant sind. Außerdem können Sie in der Bestätigungs-Email nach Anmeldung für Ihren Newsletter neue Empfänger einfach fragen, was sie plagt und was sie gern lesen möchten.

Passen Sie auf, dass Ihre Beziehung nicht einschläft: Angenommen Sie haben ursprünglich Interessenten mit Informationen zu einem bestimmten Thema “geködert”, meinetwegen zu Marketing mit Facebook. Über Feedback lernen Sie, dass Ihre Leser gern mehr zum Bloggen erfahren wollen. Dann können Sie Ihre Informationen wieder interessant und relevant gestalten, indem Sie darüber informieren und unterrichten.

Und vergessen Sie nicht in jeder Email den Abmeldelink. Solange der Interessent den nicht klickt, ist er wohl weiter interessiert.

3. Beziehung vertiefen

Vertiefen Sie Ihre Beziehung und holen Sie sich weitere Erlaubnis von Ihren Interessenten ein.

Sie planen eine Veranstaltung, ein Webinar oder launchen ein Produkt? Berücksichtigen Sie solche Events in Ihrer Newsletter-Planung. Zum Beispiel können Sie einen Monat vorher beginnen, über Themen rund um Ihre Veranstaltung zu schreiben. Dann bitten Sie Interessenten sich dafür gesondert anzumelden.

Oder sammeln Sie weitere Informationen zu Ihren Newsletter-Empfängern, wie die Branche, Größe des Unternehmens, Hobby und Interessen, um das Bild weiter zu vervollständigen.

4. Verkaufen

Natürlich sollen Sie Ihre Newsletterliste nutzen, um Ihre Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Vorher sollten Sie sich jedoch mit den obigen Schritten Vertrauen aufgebaut haben. Denn niemand hört schon gern auf der ersten Verabredung einen Heiratsantrag.

 

Ihr Email-Marketing: Nächste Schritte

  1. Erstellen Sie eine Liste von Themen, für die sich Ihr potenzieller Käufer garantiert interessiert. Schreiben Sie alle Fragen und Einwände von Kunden auf.
  2. Planen Sie Ihre Themen mit einem Kalender, in dem Sie auch neue Produkte, Veranstaltungen, Seminare etc. berücksichtigen.
  3. Entscheiden Sie sich für einen festen Tag in der Woche, an dem Ihr Newsletter raus geht.

 

Teil 1: Warum Email?

Teil 2: Spam vermeiden

 

(Foto Flickr: Tela Chhe)

Email-Newsletter Serie #2: Spam vermeiden

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Aber ich bekomme in letzter Zeit immer häufiger Emails bzw. Email-Newsletter, für die ich mich nie angemeldet habe. Am allerschlimmsten ist es, wenn diese ungefragt geschickten Mails, die meine ohnehin schon volle Inbox noch voller machen, keinen Abmeldelink enthalten. Dann muss ich mir auch noch die Mühe machen, der Person zu antworten und sie zu bitten, mich aus ihrem Verteiler zu löschen.

Glauben Sie mir, bis ich das erledigt habe, bin ich schon so genervt, dass ich absolut keine Lust verspüre, von diesem Anbieter oder Unternehmen später noch etwas kaufen zu wollen.

Was unterscheidet eine Spam-Email von einer guten Email?

Ganz einfach: etwas von Wert für den Empfänger + die Erlaubnis der Zustellung.

Seth Godin nennt das Permission Marketing.

Permission Marketing is anticipated, personal and relevant.

Empfänger erwarten Ihre Informationen mit Vorfreude. Inhalte sind auf die Person zugeschnitten und zu einem Thema, für welches sich der Empfänger interessiert.

Wenn mir plötzlich eine Person, mit der ich auf Xing verbunden bin, aber die ich nicht weiter kenne, Emails mit Informationen zu ihren Produkten schickt, ist das das Gegenteil von Permission Marketing. Dasselbe gilt für Emails, die mir jemand schickt, nur weil wir uns auf einer Veranstaltung getroffen haben.

Aus mehreren Gründen fallen diese Emails unter Spam:

  • Ich habe dem Empfang nicht zugestimmt. Das bloße Verbundensein auf Xing ist keine Einwilligung in den Erhalt von Newslettern und widerspricht somit den Anti-Spam-Regeln. Dasselbe gilt für den Austausch von Visitenkarten. Ich muss ausdrücklich dem Erhalt des Email-Newsletters zustimmen.
  • Der Versender weiß überhaupt nicht, ob ich an seinem Produkt oder seiner Dienstleistung interessiert bin.
  • Das Schlimmste ist jedoch, dass diese Emails meist nur über das Produkt sprechen. Das ist so, als würden Sie auf der Straße einen entfernten Bekannten wieder treffen, der 10 Minuten über sich redet und gar nicht auf die Idee kommt zu fragen, wie es Ihnen geht. Sie haben es völlig eilig und können sich nicht an die Verbindung zu dieser Person erinnern.

Unternehmer, die auf diese Art versuchen, ihr Geschäft aufzubauen, vergraulen sich viele potentielle Kunden. Denn Ihrem ichsüchtigen Bekannten gehen Sie zukünftig ja auch aus dem Weg, oder? Denn wer so respektlos mit Ihrer Zeit umgeht, verdient Ihre Aufmerksamkeit nicht?

Email-Erlaubnis  ist wichtig

Eigentlich ist der respektvolle Umgang mit anderen Teil unserer “guten Kinderstube” und trotzdem machen es so viele Unternehmer falsch. Warum?

Auf den ersten Blick ist der Massenversand unpersonalisierter Emails erfolgreich. Angenommen Sie verschicken 1000 Emails. Dann bleiben bestimmt ein paar Interssenten/Kunden hängen.

Der Aufbau eines Emailverteilers über Opt-In, wo Interessenten sich freiwillig mit ihrer Email eintragen, hingegen braucht Zeit. Bis Sie mithilfe eines Incentives (Give-away oder Lockmittel zum Herunterladen) eine Emailliste mit 1000 Kontakten aufgebaut haben, vergehen vielleicht sogar ein paar Jahre. Ihre Geduld wird langfristig belohnt.

Denn mit ungezieltem Massenversand verbrennen Sie regelmäßig so viele Emails, dass Sie ständig Nachschub brauchen. Wie gesagt, wer einmal von Ihren Emails genervt war, wird kaum zurück kommen, um später “Ja” zu Ihren Informationen zu sagen.

 

Nächste Schritte zu gern gelesenen Emails

Ihre potenziellen Kunden interessieren sich nur für sich. Sie suchen Informationen, die sie belohnen. Das können hilfreiche Angebote, Tipps, Problemlösungen oder Unterhaltung sein. Die Auswahl des Lesestoffes wird geleitet von der Frage: Was habe ich davon?

Damit Ihr Email-Newsletter gelesen wird, müssen Sie Ihre Zielgruppe kennen. Wenn Sie noch kein klares Bild Ihrer potenziellen Neukunden haben, lesen Sie den Artikel zur Erstellung eines Idealen Kunden Profils

 

In Teil 3 der Serie werde ich beschreiben, wie Sie Ihren Newsletter konkret planen.

Teil 1: Warum Email?

 

(Foto: Flickr epSos.de)

Email-Newsletter Serie #1: Warum Email?

Email-Newsletter sind absolut wichtig im Marketing Mix. Denn mit einer Email landet Ihre Botschaft direkt im Posteingang Ihres Interessenten – die Kommunikation ist unmittelbarer als über jeden anderen Kanal.

Deshalb empfehle ich all meinen Kunden regelmäßige Email-Newsletter zu verschicken bzw. richte meinen Kunden Email-Newsletter bei Anbietern wie Cleverreach ein.

Weil ich einen Newsletter als absolut notwendiges Marketinginstrument sehe, habe ich dem Thema eine kleine Serie hier im Blog gewidmet.

Die Vorteile eines Email-Newsletters 

Mit keinem anderen Kommunikationstool bekommen Sie so direkt Zugang zu Ihren Interessenten wie mit der Email. Selbst die Großen im Social Media Marketing mit tausenden Fans und Followern auf Facebook und Twitter nutzen Email, um regelmäßig mit Interessenten und Kontakten im Gespräch zu bleiben.

Welche Vorteile hat der Aufbau einer eigenen Email-Kontaktliste mit Interessen?

  1. Jeder von uns checkt ständig seine Emails, weil wir wichtige Nachrichten per Email verschicken und erwarten. Wenn Sie erwünschte und relevante Informationen per Email verschicken, landet Ihre Nachricht bei anderen wichtigen Nachrichten und wird als solche wahr genommen.
  2. Per Email können wir einen direkten Rapport aufbauen und Empfängern Fragen stellen und Feedback erbitten.
  3. Die Emailliste gehört Ihnen. Angenommen Ihre Facebookseite oder Ihr Twitterprofil gehen aus irgend einem Grund den Bach runter, haben Sie keine Möglichkeit an die Kontakte zu gelangen. Eine Emailliste ist nicht nur sicher, sondern kann auch mitgenommen werden, wenn zum Beispiel die Webseite umzieht und sich die Firma neu ausrichtet. Die Kontakte sind gesichert.
  4. Manche Leute lesen lieber Emails, andere lieber Blogs. Mit dem Versand eines Email-Newsletters kommt Ihre Botschaft auf alle Fälle an, entweder über den Blog oder über Email.
  5. Menschen, die sich für Ihren Email-Newsletter anmelden, haben ganz definitiv Interesse daran, mehr von Ihnen und Ihrem Unternehmen zu hören. Das sind die besten zukünftigen Kunden oder Empfehlungsgeber.

Achtung Spam

Wohlgemerkt, nur Leute, die sich freiwillig und wissentlich für Ihre Updates angemeldet haben, werden zu Kunden und Weitersagern! Dieses kleine und feine Detail macht einen riesigen Unterschied aus. Sie können entweder mit Emails eine loyale Fangemeinde für sich oder Ihr Unternehmen aufbauen. Oder Sie werden als der nächste nervige Spammer wahrgenommen und Ihre Emails landen sofort im Papierkorb.

Was den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Newsletter und Spam ausmacht und wie Sie nicht zum Spammer werden, erfahren Sie im nächsten Teil der Serie.

Welche Vorteile sehen Sie im Versand eines Email-Newsletters? Was habe ich vergessen? Sagen Sie’s im Kommentar!

B2B-Marketing: 6 Gründe für Social Media

Das neue Jahr hat begonnen, Ihr Marketingplan steht und Social Media taucht nicht darin auf? Wenn sich Ihre Online-Aktivitäten auf eine statische Unternehmenswebseite beschränken, sollten Sie unbedingt weiterlesen.

Die Online-Kommunikation und der rasante technische Fortschritt haben unsere Welt verändert. Unternehmen, die morgen noch erfolgreich sein wollen, müssen sich den Veränderungen anpassen. Althergebrachtes Marketing reicht nicht mehr aus. Lesen Sie hier warum.

1) Werbung funktioniert nicht mehr

Wir sind mit Werbung überfrachtet. Wir blenden sie aus und glauben ihr schon lange nicht mehr. Die sogenannte Push-Kommunikation funktioniert nicht mehr. Kunden wollen die Möglichkeit haben, sich selbst individuell und zeitnah mit Informationen zu versorgen. Der Kunde der Zukunft ist aktiv, nicht passiv. Unternehmen müssen also mit frei zugänglichen hervorragenden Inhalten Kunden anziehen, auch Pull-Marketing genannt. Der Vertriebler muss dabei seine Wissenshoheit abgeben.

In den immer voller werdenden Märkten müssen Unternehmen um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden buhlen und darauf hoffen, angesprochen zu werden.

2) Informationsbeschaffung findet online statt

Die Informationsbeschaffung findet heute online statt. B2B Kunden nutzen für die Vorbereitung ihrer Einkaufsentscheidungen das Internet. Mit 71% steht das Internet vor anderen Informationsquellen wie Fachverbänden, Messen und Katalogen.

Das ist Ergebnis der Google-Studie “US B2B Customer Study”. Ein Drittel der befragten Führungskräfte geben an, dass Internet würde ihre Wahrnehmung eines potenziellen Anbieters prägen. Damit hat das Internet einen 2x stärkeren Einfluss als Kollegen und Freunde! Wer also online nicht gefunden wird, kann logischerweise auch nicht in die Einkaufsentscheidung miteinbezogen werden.

Einer von drei Kunden, der online Informationsquellen nutzt, besucht auch soziale Netzwerke während seiner Recherche.

Ein häufiges Argument gegen Online- und Social Media Marketing ist, dass komplexe Industrieprodukte nicht in Impulskäufen getätigt werden, weil umfangreiche Informationen für die Kaufentscheidung benötigt werden.

Auch hier zeigt die Google-Studie interessante Ergebnisse zum Verlauf einer Einkaufsentscheidung: Zuerst laden Interessen sich Informationen, wie z.B. ein Ebook von der Anbieter-Webseite herunter. Erst 2 Wochen später rufen 40% der Interessenten die Seite erneut auf. Diese Zeit müssen Unternehmen nutzen, um mit Interessenten auf anderen Kanälen, wie in sozialen Netzwerken oder im Email-Newsletter im Gespräch zu bleiben und zusätzliche Informationen zur Entscheidungsfindung zu liefern.

Social Media kann also unterstützend in der Entscheidungsfindung eingesetzt werden und um den Kontakt warm zu halten.

3) Den harten Wettbewerb gewinnen Experten und Meinungsführer

In einem immer voller werdenden Markt gewinnen die Unternehmen, die als Experten innerhalb ihrer Branche wahrgenommen werden. Nicht nur, dass Sie aus der Masse heraus stechen, sondern sie bekommen zusätzliche Reichweite. Weil andere Leute Sie als glaubwürdige Informationsquelle weiter empfehlen, weil sie häufiger zu Konferenzen eingeladen werden und Journalisten mit Fragen zu ihnen gehen.

Ein Unternehmensblog ist das beste Mittel, um ein Unternehmen und seine Mitarbeiter als Experten zu positionieren. Und von Leuten, die zum Thema recherchieren, gefunden zu werden.

4) War for Talent

Mit sich verschärfendem Fachkräftemangel müssen sich Unternehmen heute bei zukünftigen Mitarbeitern bewerben. Nicht anders herum. Die Generation Y, das sind die Geburtenjahre nach 1980, stellt die künftigen Mitarbeiter in den Unternehmen. Sie ist die erste Generation, die mit Internet, sozialen Netzwerken und Handys aufgewachsen ist und die die virtuelle Welt ganz selbstverständlich in ihr Leben integriert hat. Und das erwartet die Generation auch von ihren Arbeitgebern.

Ihre Kommunikation ist von Social Media geprägt. Nachrichten werden gesimst, Namen gegoogelt, Informationen getwittert und Fotos auf Facebook gestellt. Auf Initiativbewerbungen und Fragen in den sozialen Netzwerken wird schnelle Antwort erwartet. Deshalb nennt man sie gern auch Generation Jetzt. Das stellt das Personalmarketing vor Herausforderungen. Hochglanzbroschüren und die eigene Karrierewebseite reichen als Informationsquellen für Bewerber nicht mehr aus. Stellenanzeigen in Zeitungen erreichen kaum noch die gewünschte Zielgruppe.

Die aktuellsten Jobs werden jetzt auf Twitter gefunden. 58% der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern veröffentlichen Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken und 29% der kleinen und mittelständischen Firmen. Die großen sind hier also schon einen Schritt weiter. (Quelle: Bitkom)

Auf dem Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu werden Unternehmen von Mitarbeitern bewertet. Das kann hart sein für Unternehmen. Hier sollten Unternehmen dringend selbst aktiv werden und ein Arbeitgeber-Profil erstellen. Denn hier wird nicht nur bewertet sondern auch nach dem nächsten Arbeitgeber gesucht.

5) Einfluss der Suchmaschinen

Das Suchmaschinenranking entscheidet darüber, ob Ihr Unternehmen überhaupt gefunden wird. Klicken Sie in den Google Suchergebnissen durch bis auf Seite 2 oder gar 3? Wenn Sie jetzt „Ja“ sagen, sind Sie die Ausnahme. Wenn Sie nicht auf Seite 1 bei Google gefunden werden, existieren Sie nicht.

Die gute Nachricht: Social Media Aktivitäten wirken sich positiv auf das Suchmaschinenranking aus. Denn mit wachsender Bedeutung der sozialen Netzwerke hat Google die Mitglieder in den Netzwerken für sich entdeckt. Auf diesen Plattformen finden Interaktionen von Menschen mit Webseiten statt – ein gutes Kriterium, dass diese Links auf Inhalte verweisen, die für Menschen relevant sind. Inhalte, die in sozialen Netzwerken geteilt und kommentiert werden, werden von Google deshalb höher bewertet als Inhalte ohne Social Media Aktivitäten.

6) Ihre Reputation steht auf dem Spiel

Je bedeutender und komplexer die Online-Kommunikation wird, umso stärker müssen Unternehmen auf Ihren guten Ruf und Ihr Image achten. Jeder kann online seine Meinung zu Unternehmen, Personen und Produkten kundtun. Nutzergenerierte Inhalte sind logischerweise oft subjektiv. Diese subjektiven Meinungen sind für alle öffentlich einsehbar. Dank der neuen Kommunikationswege verbreiten sich diese Informationen in Windeseile. Kritiker können so in kürzester Zeit Empörungswellen auslösen, so genannte Shitstorms, die sich zu wahren Kommunikationskrisen entwickeln. Jegliche Fehler werden gnadenlos abgestraft. Überheblichkeit, Kundenverachtung, schlechte Qualität und überzogene Versprechungen haben verheerende Folgen.

Das hat zum Beispiel die Firma Kaffe Partner 2010 erlebt, die Unternehmen und Einrichtungen mit Kaffeemaschinen versorgt. Ein Blogger hatte sich kritisch über den Kundenservice geäußert, womit er offenbar ins Schwarze getroffen hat. Denn in kürzester Zeit hatte sein Blogbeitrag viele Kommentar und zahlreiche weitere Blogger sind auf den Zug aufgesprungen. So landete der kritische Blogartikel innerhalb von 4 Wochen auf Platz 1 bei Google für die Suche nach “Kaffee Partner”. Sprich, jeder, der die Firma gegoogel hat, ist zuerst auf die vielen kritischen Stimmen gestoßen. Nicht unbedingt gut für das Image. Es hat Kaffee Partner viel Mühe gekostet, diesen negativen Beitrag aus den Suchergebnissen zu verdrängen und seine Kommunikation in die Hand zu nehmen. 2 Jahre und zahlreiche Social Media Anstrengungen, wie einen Blog, eine Facebookseite, ein Kununu- und Xing-Profil, ist der kritische Beitrag auf Platz 8 gerutscht.

Je mehr Seite 1 Positionen auf Google von Ihnen belegt sind, um so besser kontrollieren Sie Ihre Reputation. Über Ihr Unternehmen wird online geredet, ob Sie dabei sind oder nicht. Da macht es Sinn, die Inhalte selbst aktiv mit zu bestimmen.

 

Fazit

Die Social Media Nutzung wächst ungebremst. In Deutschland sind drei Viertel aller Internetnutzer, das sind 40 Mio. Deutsche, Mitglied in sozialen Netzwerken. Im letzten Jahr sind 10 Millionen hinzugekommen. Alle unter 30-Jährigen Internetnutzer (96%) und 80% der 30- bis 49-Jährigen sind Mitglied in einer Social Community. Selbst bei den über 50-Jährigen hat jeder Zweite ein Profil in mindestens einem Netzwerk.  (Quelle: Hightech-Verband Bitkom) Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Ihre Zielgruppe also schon längst dort angekommen. Worauf warten Sie noch?

 

Bei Bedarf erstelle ich Ihnen gern eine Social Media Strategie, die auf Ihr Unternehmen und Ihre Zielgruppe passt. Kontaktieren Sie mich oder schauen Sie sich meine Social Media Pakete an.

 

Webseiten-Check mit Kundenbrille

Auf vielen Webseiten oder Kurzbeschreibungen von Unternehmen und Selbstständigen lese ich viel zu viele “ich” und “wir”. Die eigene Perspektive beizubehalten und über sich zu reden ist ein gängiger Fehler in der Ansprache von Kunden.

Damit wir den Interessenten für uns und unser Angebot begeistern, müssen wir ihn bei seinen Emotionen packen. Das heißt, wir müssen ihm zeigen, welchen Nutzen oder welche Verbesserung er mit unserem Angebot erfährt und wie er sich danach fühlt.

Welcher Text spricht Sie mehr an?

a)

Wir sind eine seit 1995 am Markt etablierte Firma, die im Großraum Berlin aktiv ist und 600 Kunden hat. Wir haben 20 Mitarbeiter und sind Mitglied in der Berliner Handelskammer. Wir sind schnell und zuverlässig.

b)

Gerne erstellen wir Ihren Jahresabschluss, kümmern uns schnell um Ihre Buchhaltung, bereiten alle Steuererklärungen zügig auf und setzen uns mit dem Finanzamt für Sie auseinander.

 

Ihre Aufgabe

  1. Setzen Sie sich mal die Kundenbrille auf und lesen Sie die Texte auf Ihrer Webseite oder die Profiltexte Ihrer Social Media Profile. Geht es hier um Sie oder Ihre Kunden?
  2. Stellen Sie stärker den Nutzen für Ihren Kunden heraus und löschen Sie mindestens 2 der zahlreichen “ich” oder “wir”.

 

 

Foto: Flickr Pixelspin

Informiert und inspiriert (über den RSS Feed)

Wie Sie sicherlich wissen, lebt Social Media von Inhalten oder synonym Content (falls Sie mit diesem Fachwort mal jemanden beeindrucken wollen…).

Damit Sie eine Idee davon bekommen, welche Inhalte aktuell verbreitet werden und worüber Ihre Branche und Kunden reden, müssen Sie anfangen mitzulesen.

Wie Sie über Ihre Themen auf dem Laufenden bleiben

 

1) Recherchieren Sie die 20 besten Blogs zu Ihrem Thema

Viele Webseiten veröffentlichen die besucherstärksten oder populärsten Blogs. Wenn Sie als Führungskräfte-Coach unterwegs sind, googeln Sie nach „beste Coaching Blogs“. Dann stoßen Sie bestimmt auf eine Liste guter Blogs.

Ihr Ziel sollte sein, möglichst viele relevante Blogs zu lesen. So finden Sie Themen, die Ihre Kunden gern lesen und erhalten Ideen für eigene Blogartikel. Außerdem finden Sie hier Artikel, die Sie mit Ihren Fans und Followern auf Facebook und Twitter teilen können.

Jetzt fragen Sie sich, woher Sie die Zeit nehmen sollen, 20 Blogs am Tag zu lesen? Da kommt der RSS-Feed ins Spiel.

Was ist der RSS-Feed?

Mit dem RSS-Feed können Sie die Beiträge einzelner Blogs abonnieren und mit einem Feed-Reader lesen. Das orangefarbene viereckige Symbol finden Sie entweder gleich ganz oben neben der Web-Adresse oder irgendwo weiter unten auf der Webseite. Zum Abonnieren müssen Sie einfach auf das Symbol klicken.

 

2) Abonnieren Sie die besten Blogs

Ein Feed-Reader, denn ich gern empfehle und selbst nutzte, ist der Google Reader. Es gibt auch zahlreiche andere kostenlose Feed-Reader, wie den FeedReader und Flipboard für das iPad. Alle funktionieren ähnlich und sind kinderleicht zu bedienen.

Jetzt können Sie alle neuen Blogbeiträge Ihrer abonnierten Blogs direkt im Feed-Reader lesen und müssen nicht mehr die einzelnen Blogs nach neuen Artikeln durchsuchen.

So erfassen Sie täglich in Windeseile, über welche Themen in Ihrer Branche geschrieben und diskutiert wird und welche Keywörter und Begriffe dabei benutzt werden.

 

Welche Blogs lesen Sie am liebsten und warum? Sagen Sie’s im Kommentar!