Den ersten Podcast erstellen: Einsteiger-Guide von Gordon Schönwälder

Gordon SchönwälderWo es in den Staaten schon eine richtig große und vor allem lebhafte Szene gibt, die Podcasts erstellen, steckt Podcasting hierzulande noch in den Kinderschuhen.

Die Betonung liegt auf „noch“.

Die Szene gibt Gas.

Und das nicht ohne Grund.

Der Beziehungsbooster #1

Wenn ich jemandem mein Ohr schenke, dann entsteht eine Verbindung.

Vielleicht kennst du das, wenn du jemandem auf einer Konferenz längere Zeit zuhörst. Sobald jemand mit Leidenschaft über sein Thema redet, dann können wir nicht anders, als zuzuhören.

Mit einer eigenen Podcast-Show ist es nicht anders. Sobald du mit deinem Thema mit deiner Stimme und deiner Leidenschaft hörbar bist, dann wird es Menschen geben, die dir an den Lippen hängen.

Dabei ist es vollkommen egal, ob du eine „schöne“ Stimme hast oder sie eigentlich nicht magst. Sobald du über das redest, von dem du überzeugt bist, wirst du begeistern.

Und über die Zeit entsteht eine tiefe Beziehung, die kein Medium so erreicht, wie die Stimme in meinem Ohr.

Und gute Gefühle beim Klang deiner Stimme verkürzt den Weg deiner Klienten zu dir.

Und wo wir gerade bei Kunden sind.

Die richtigen Kunden auf Autopilot

Kennst du das?

Da kommen Menschen auf Empfehlung von anderen zu dir und du wirst mit ihnen einfach nicht warm!

Sie verstehen deinen Ansatz nicht. Sie prüfen unterschwellig, ob du etwas drauf hast und so zieht sich der ganze Prozess in die Länge. Mittlerweile bin ich etwas vorsichtig, wenn „kalte“ Kontakte zu mir kommen.

Anders ist es, wenn Klienten über den Podcast zu mir kommen. Wenn sie mich schon eine Weile kennen, meine Stimme vertraut klingt und sie meine Macken und Marotten kennen, dann gibt es wenig Vorgeplänkel.

Sie wissen schon, dass ich etwas drauf habe und kommen mit mir und meiner Art zurecht. Abseits dessen sind sie durch den Content schon vorgebildet und wir kommen schneller zu guten Ergebnissen.

Und die, die nicht mit mir zurecht kommen, die bleiben einfach weg.

Super Sache!

Gib Google mehr Futter

Abseits davon ist die Präsenz auf einem weiteren Portal wie iTunes eine wunderbare Sache für deine Sichtbarkeit in den Suchmaschinen. Und wenn du dann noch die Audiospur mit Standbild auf Youtube stellst…perfekt.

Keine Bildschirmzeit nötig

Wie wäre es, wenn du deine Leute informieren, entertainen und begleiten könntest, selbst wenn sie nicht vor dem Rechner sitzen?

Ich hatte mal eine Kundin, die mir sagte: „Du bist mein Bügelbuddy und deine Show hat mir die Zeit etwas versüßt.“

Mal ehrlich!? Wie geil ist so ein Kompliment?!

Und wenn dir Menschen überall dort zuhören, wo sie private Zeit verbringen, dann verknüpfen sie dich mit privater Zeit. Wunderbare Grundlage für ne gute Beziehung.

Podcasts sind Beziehungsbooster, weil du Menschen in ihrer privaten Zeit erreichst. – @Podcasthelden Klick für Tweet

Was ist der richtige Startpunkt einen Podcast zu erstellen?

Es gibt natürlich nicht den einen perfekten Startzeitpunkt, um mit dem Podcast erstellen loszulegen.

Ich empfehle aber, ein paar Dinge vorweg geklärt, bzw. erledigt zu haben:

  1. Du solltest bereits wissen, mit welchen Kunden und Klienten du am liebsten zusammenarbeiten möchtest. Ohne eine passende Zielgruppe wird auch ein Podcast ins Leere laufen. Aber ich denke, das wird dir bereits klar sein.
  2. Du solltest einen eigenen Blog am Start haben. Der Blog ist im Business der Ort, an dem alle Fäden zusammenlaufen. Egal ob aus Social Media, Youtube oder eben dem Podcast. Deine Zuhörer brauchen eine Plattform, auf der sie alle Informationen finden und sich weiter mit dir vertraut machen.
  3. Du solltest mit E-Mail-Marketing angefangen haben, damit du die Zuhörer, die auf deiner Seite angelangt sind, auch zu Abonnenten deines Verteilers machen kannst. Denn nur so hast du den direkten Zugang zu ihnen und musst nicht hoffen, dass sie alle Informationen zu deinen Produkten und Dienstleistungen im Podcast mitbekommen.

Wie nutzt du Podcasts im Marketingmix?

Du verfolgst Sandra und Likesmedia schon eine Weile und ich denke, dass du mitbekommen hast, wie elementar wichtig Newsletterabonnenten sind.

Podcasts sind deine Freunde im Marketing, weil du mit deiner Stimme eine Menge Vertrauen aufbaust und deine Leadmagneten so am besten in Szene setzt.

Neben der eingangs genannten Funktion des Beziehungsboosters kann deine eigene Show auch aktiv dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen.

Und wie du das sinnvoll anstellst, verrate ich dir jetzt natürlich auch.

Was soll der Inhalt sein und wie baue ich es auf?

Wie alles im Content-Marketing sollte auch dein Podcast in erster Linie eines tun: Er soll den Menschen helfen.

Wenn deine Inhalte deiner Zielgruppe wirklich weiterhilft, dann wird es auch weiter geteilt und du wirst automatisch zu einer Autorität auf deinem Gebiet.

Deswegen ist der erste Gedanke, auf dem Weg zum Podcast auch folgender: Was sind die drängensten Fragen, mit denen du in deiner bisherigen Karriere in Berührung gekommen bist?

Was sind die Sorgen und Nöte deiner Zielgruppe?

Was hält sie nachts wach?

Ich denke, du kommst sehr schnell auf 7-10 wirklich relevanten Themen, oder?

Das kann was dauern und meistens muss man sich die Klienten auch mal ganz genau im Rückspiegel betrachten, aber irgendwann wirst du eine wiederkehrende Probleme und Fragen finden.

Wir können ja mal für Sandra einen Redaktionsplan machen, was meinst du?! 😉

Eines dieser 7-10 Themen ist mit Sicherheit Facebook.

Facebook wird jetzt das Oberthema, aus dem wir ein paar Unterthemen extrahieren.

  1. Mit welchen Strategien kannst du neue Fans auf deine Seite bekommen?
  2. Wie baust du eine Facebook-Gruppe auf mit Mitgliedern auf, die dich aktiv weiterempfehlen?
  3. Wie du mit Facebook-Ads mehr Fans gewinnst
  4. Was sind die Facebook-Strategien, um dich mit deinen besten Multipliktoren zu vernetzen?

Wenn Sandra jetzt einen wöchentlichen Podcast an den Start bringen würde, hätte sie Stoff für einen ganzen Monat.

Für diesen Monat sollte Sandra dann ein PDF kreieren, dass sie als Freebie für diese vier Episoden anbietet und das thematisch passt.

Beispielsweise: „Meine 5 erfolgreichsten Post-Vorlagen für Facebook, die garantiert mehr Besucher auf deine Seite locken werden“

Wichtig ist, dass das Freebie zum Thema passt.

Bestimmt könnte man aus den vier Unterpunkten noch jeweils zig weiter Unterpunkte aufdröseln, aber es sollte ja nur als Beispiel dienen.

Was brauchst du um einen Podcast aufzunehmen?

Der Elefant, der jetzt im Raum steht, ist folgender: Wie erstellst du einen Podcast?!

Was brauchst du?!

  1. Ein Mikrofon: Wird dich vermutlich jetzt nicht wundern, denn irgendwie muss deine Stimme ja aufgenommen werden. Ich habe hier eine Reihe von Empfehlungen zusammen gesammelt und es würde hier den Rahmen sprengen, einzeln auf sie einzugehen.
  2. Eine Aufnahmesoftware: Mit dieser Software kannst du dann deine Stimme aufnehmen und Musik davor und dahinter schneiden. Ich bin seit Jahren ein Mac-Fan und nutze daher das kostenfrei darauf installierte Programm Garageband. Für den PC und den Mac gibt es das ebenfalls kostenfreie Programm Audacity. Das ist von er Oberfläche her zwar unsexy, aber dafür kann es so ziemlich alles.
  3. Musik als Intro und Outro: Das ist kein Muss, aber eine vernünftige Musik gehört zum Branding einfach dazu. Was wäre die legendäre Bacardi-Werbung ohne „Summer Dreaming“ von Kate Yanai. 😉 Eine gute Plattform für hochwertige und vor allem lizenzfreie Musik ist Premiumbeat.
  4. Ein Podcast-Cover für iTunes und Co: Das sollte auch zu deinem Branding passen (Schrifttyp, Farbe, Logo, etc.). Das ist dein Aushängeschild bei iTunes und sollte entsprechend aussehen. Wenn du also selber mit Canva oder Photoshop nicht arbeiten willst, dann such dir vielleicht einen Designer bei Fiverr.

Wie wird aus einem MP3 eine abonnierbare Show?

Wenn du ein paar Episoden aufgenommen hast, sie beim vorher gesuchten Testpublikum gut ankam und du den Schritt auf die große Bühne machen willst, dann brauchst du einen Podcast-Feed.

In diesem Feed sind alle Informationen enthalten, die zu deinem Podcast gehören und er wird bei jeder neuen Episode aktualisiert und erweitert.

Du kannst den Feed über zwei Wege erstellen:

  1. Über einen Hoster, der dir nicht nur das Lager für deine Show bietet, sondern auch einfach einen Feed mit dir erstellt. Dafür empfehle ich dir den amerikanischen Platzhirschen Libsyn oder das deutsche Pendat Podcaster.
  2. Über ein Plugin auf deiner WordPress-Seite. Dazu nehme ich das Plugin Blubrry Powerpress. Dann bist du unabhängig von externen Anbietern, weil dein Feed durch deine eigene Seite erstellt wird. Du brauchst dann nur einen Ort zum Lagern deiner Audios. Nimmst du deinen eigenen Serverbereich, ist der Traffic unter Umständen teuer und macht deine Seite langsamer.

Um deinen Podcast dann einzureichen brauchst du eine iTunes-ID. Wie du eine einrichten kannst, zeige ich dir hier.

Wenn du deine ID dann hast, dann kannst du auf die Podcast-Seite von Apple gehen und deine Show dort einreichen.

Und dann…dann bist du Podcaster.

Ich hoffe, ich konnte dich mit meiner Leidenschaft für Podcasts ein wenig anstecken und dich überzeugen, auch den Weg des Audio-Marketings zu gehen.

Eine ausführliche Anleitung zum Podcasten bekommst du in meinem Kurs Werde zum Podcast-Helden.

Wenn du Fragen hast, dann schreib mich gerne an.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Start deiner Show.

Dein Gordon Schönwälder

Jetzt bist du dran: Verrate uns im Kommentar, ob du Podcasts hörst, welchen du am liebsten magst und warum.

Social Media für Reinigungsunternehmen?

Die Frage, für welche Branchen Social Media Marketing nützlich ist, wird in deutschen Gruppen auf LinkedIn und Xing immer wieder diskutiert. Da sind uns unsere angelsächsischen Kollegen mal wieder voraus. Mein ehemaliges Reinigungsunternehmen Milla aus London nutzt Social Media und Email schon längst für sich.

Email zur Reaktivierung von Kunden

Ist es auf den ersten Gedanken komisch, dass mein Putzunternehmen mich per Email, Twitter und Blog anspricht? Nein. Denn ihre Kunden sind genau wie ich die meiste Zeit online erreichbar.

Das Reinigungsunternehmen Milla bloggt zu Putzthemen und hat sogar 2 Videos auf Youtube, die weit über 1000 Aufrufe erreicht haben.

Milla auf Youtube

 

Auf Twitter werden regelmäßig Angebote gepostet.



 

Nun kann man sich über Sinn und Unsinn der Social Media Aktivitäten eines Putzunternehmens fragen. Eins ist allerdings klar. Wenn ich ein Putzunternehmen suche, und keiner meiner Freunde mir eins empfehlen kann, bin ich auf die Google-Suche angewiesen. Dann haben Unternehmen wie Milla die Nase vorn. Denn dank Blog, Facebook-Seite und Youtube-Videos können Social Media aktive Unternehmen ihr Suchmaschinenranking extrem verbessern. Und das ganz ohne die Kosten für Google-Anzeigen und Banner.

Außerdem vermittelt die Online-Präsenz eine hohe Professionalität und Glaubwürdigkeit.

Was wären die herkömmlichen Werbemaßnahmen? Kleinanzeigen in lokalen Zeitungen und Online-Portalen, wahrscheinlich mit hunderten anderen ähnlichen Anbietern. Ob die Kosten für den Social Media Auftritt günstiger sind als die Anzeigen in Zeitungen ist fraglich, denn der Social Media Manager muss auch bezahlt werden. Der große Vorteil liegt nicht im Kosten sparen, sondern in der zielgruppengerechten Ansprache. Jedes Unternehmen muss dort für sich werben wo die Kunden sind.

Und ich als typische Kundin halte mich online auf, den ganzen Tag, jeden Tag.

Weiter so Milla!

PS: Milla macht einen so guten Job, dass ich sie natürlich an meine Londoner Freunde weiterempfohlen habe. Nur wenn das Produkt oder die Dienstleistung in der Qualität stimmen, kann Social Media beim Wachstum helfen.

Kennen Sie kleine Unternehmen, die einen großartigen Online-Marketing-Job machen? Dann freue ich mich über Beispiele im Kommentar.